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Polizeistatistik: Mehr Internetkriminalität, weniger Kinderpornos
Erstellt 19.05.2010 11:48 von gustavNeuIm Unterschied zum Trend bei der allgemeinen Kriminalitätsentwicklung wies der Bereich Cybercrime im vergangenen Jahr steigende Fallzahlen auf. Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2009, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus (beide CDU) am heutigen Dienstag in Berlin vorstellten, verzeichnet 206.909 Delikte im Internetbereich. Im Jahr 2008 markierten die Ermittler noch 167.451 Straftaten mit der Sonderkennung "Tatmittel Internet". Das entspricht einem Zuwachs um 23,6 Prozent. 82 Prozent der Online-Kriminalität entfallen auf Betrugsdelikte, wobei es mit einem Anteil von 37,6 Prozent vor allem um Waren geht. -
Marktforscher: Handy-Verkäufe steigen im ersten Quartal um 17 Prozent
Erstellt 19.05.2010 11:48 von gustavNeuDer weltweite Handymarkt hat sich nach Daten des Marktforschungsinstituts Gartner im ersten Quartal deutlich erholt. Weltweit seien die Verkaufszahlen von Januar bis März um 17 Prozent auf 315 Millionen gestiegen, teilte das Institut mit. Ein zweistelliges Wachstum bei den Smartphone-Verkaufszahlen habe den Schub gebracht. Der Blackberry-Hersteller Research In Motion (RIM) schaffte es erstmals unter die Top 5.
Marktführer Nokia verlor weiter Boden an die Konkurrenz. Der Marktanteil sank zum Vorjahr von 36,2 auf 35 Prozent. Samsung holte weiter auf und kam auf 20,6 Prozent, gefolgt von LG Electronics mit 8,6 Prozent. RIM kämpfte sich mit 3,4 Prozent auf Platz 4 vor Sony Ericsson (3,1 Prozent) und Motorola (3,0 Prozent). Damit besetzt ein reiner Smartphone-Hersteller die vorderen Ränge.
Nach Smartphone-Betriebssystemen aufgeteilt kam RIM mit rund 10,6 Millionen verkauften Geräten auf den zweiten Platz nach Nokia. Der Marktanteil der Kanadier ging hier von 20,6 auf 19,4 Prozent zurück. Im vergangenen Quartal wurden 24 Millionen Symbian-Geräte verkauft, das macht einen Anteil von rund 44 Prozent aller Smartphones weltweit gegenüber 48,8 Prozent vor einem Jahr. Apples iPhone OS steht mit 8,4 Millionen verkauften Exemplaren auf Platz 3; sein Marktanteil verbesserte sich von 10,5 auf 15,4 Prozent. Android konnte sich mit 5,2 Millionen Geräten 9,6 Prozent Marktanteil sichern gegenüber 1,6 Prozent im ersten Quartal 2009. (anw) -
Fast alle Browser sind eindeutig identifizierbar
Erstellt 19.05.2010 11:47 von gustavNeuach den Erkenntnissen der Electronic Frontier Foundation (EFF) können sich Webdesigner Cookies sparen: Die überwiegende Mehrzahl der Browser ist eindeutig identifizierbar. Die Internet-Bürgerrechtsorganisation stellte stellte im Januar eine Testseite unter https://panopticlick.eff.org ins Netz, die anhand der unterschiedlichsten Kriterien versucht, einen möglichst eindeutigen "Fingerabdruck" des Browsers zu nehmen.
Die Auswertung von 470.000 Datensätzen, die seit der Verfügbarkeit von Panopticlick anfielen, zeigt nun, dass das Erstellen eines Browser-Fingerabdrucks in der Regel auch gelingt: Fast 287.000 Browser ließen sich unterscheiden. 83,6 Prozent der Anfragenden waren eindeutig identifizierbar, nur bei 11,1 Prozent der Testfälle gab es identische Datenprofile von drei oder mehr unterschiedlichen Rechnern. Mit aktivem Flash oder JavaScript sinkt dieser Wert sogar auf ein Prozent. Da alleine mindestens 95 Prozent aller Internetnutzer das Flash-Plug-in installiert haben, dürfte die Identifizierbarkeit bei einem repräsentativen Datenbestand noch weit höher sein als auf der EFF-Testseite.
Die wichtigsten Informationsquellen für die Testseite war die Liste von Schriftarten, die Flash wie auch Java auf Anfrage unsortiert ausgeben, sowie die Liste der Plug-ins, die sich im JavaScript-Objekt navigator.plugins verbirgt – außer beim Internet Explorer, den das EFF dafür lobend erwähnt. Selbst kleine Änderungen des Browser-Fingerprints – Plug-in-Upgrades, Cookie-Einstellungen, Bildschirm-Auflösung, Fonts und dergleichen – ließen sich mit einem simplen Algorithmus recht zuverlässig in 99 Prozent aller Fälle erkennen.
Maßnahmen zum Datenschutz wie die Fälschung der Browserkennung oder eine Flash-Blocker-Erweiterung sind teilweise eher kontraproduktiv, um in der Masse unterzutauchen. Als nützlicher in dieser Hinsicht haben sich die Erweiterungen Torbutton, das den schnellen Wechsel in das Anonymitätsnetzwerk TOR erlaubt, und NoScript zum Abschalten von Skripten erwiesen.
Auch Smartphone-Browser ließen sich schwer identifizieren: Unter den Browsern mit aktivem JavaScript boten sie die größten Chancen auf Anonymität; allerdings hapert es hier laut EFF an einer brauchbaren Cookie-Verwaltung. Am schwersten fiel der EFF die Identifizierung von aktuellen Firefox-Installationen unter Windows XP oder Windows 7 mit abgeschaltetem JavaScript und aktivierten Cookies. -
Freie Flash-Alternative
Erstellt 19.05.2010 11:46 von gustavNeuLangfristig will Pignotti mit Lightspark nicht nur einen freien Flash-Player schaffen, sondern auch die technische Basis liefern, damit Flash wirklich zu einem offenen Standard werden kann. Er halte Flash für eine mächtige Technik, deren größtes Manko die Geschlossenheit sei, erläutert Pignotti seine Motivation. Bei der Entwicklung von Lightspark nutzte Pignotti die von Adobe veröffentlichte Spezifikation des Dateiformats SWF und verzichtete komplett auf Reverse-Engineering. Seine Implementierung soll effizient sein, sowohl auf aktueller als auch auf zukünftiger Hardware. So nutzt Lightspark OpenGL zum schnellen Rendering von Geometrie- und Videoframes. Effekte sollen sich später mit Hilfe von Shadern realisieren lassen, werden aber derzeit noch nicht unterstützt. Die Videodarstellung mittels OpenGL-Texturen sei zwar etwas langsamer als über XVideo, erlaube es aber, jede Form von Overlay- und Transformationseffekt zu verwenden, die Flash unterstützt. Darüber hinaus soll Lightspark eine fast vollständige Unterstützung für Actionscript 3.0 bieten, der mit Flash 9 eingeführten Version von Adobes Scriptsprache, die auch in den aktuellen Flash-Versionen verwendet wird. Dabei verfügt Lightspark sowohl über einen Interpreter als auch eine JIT-Engine auf Basis von LLVM, schreibt Pignotti. Ältere Actionscript-Varianten unterstützt Lightspark nicht. Neben der eigentlichen Runtime umfasst Flash auch diverse Bibliotheken, die Funktionen bereitstellen, vom Videorendering bis hin zur XML-Verarbeitung. Diese können auch in C++ geschrieben werden, denn Lightspark erlaubt es, Code der Virtual Machine mit C++ zu mischen. Zum Testen stellt Pignotti Lightspark als Firefox-Plugin zur Verfügung und bietet fertige Pakete für Ubuntu an. Der Quellcode findet sich bei Launchpad. Stößt Lightspark an seine Grenzen, soll die Software dies mit einfachen Meldungen signalisieren, dennoch bestehe die Gefahr, dass das Plugin den Browser zum Absturz bringt, warnt Pignotti. Details zu Lightspark beschreibt Pignotti in seinem Blog. (ji) -
Android-Smartphones bekommen eine Fahrradnavigation
Erstellt 12.05.2010 11:29 von gustavNeuGoogle hat in die neue Version von Google Maps for Android die Navigation für Fahrradfahrer integriert. Sie können sich Radwege anzeigen lassen oder eine fahrradfreundliche Route zu einem Ziel suchen. Leider gibt es das Angebot nur für ausgewählte US-Städte.